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Tipps für Trauernde

 

Die Erfahrung von vielen Menschen in einer Verlustsituation zeigt, dass die Trauer von der Stärke her abnimmt, es jedoch nie mehr wird so wie früher. Man lernt mit dem Verlust und der Trauer umzugehen und zu leben.

 

Die Verarbeitung eines derartigen Geschehens braucht einige Zeit, weil Sie

  1. das Geschehene anerkennen und realisieren müssen
  2. das Geschehene emotional akzeptieren müssen
  3. und Sie das Geschehen in Ihr Leben integrieren müssen

 

Auf Verluste, welche auch traumatische Ereignisse genannt werden, kann es in der Zeit danach zu unterschiedlichen Reaktionen kommen:

  • Ungewolltes Wiedererleben – in Gedanken, belastenden Erinnerungen, Emotionen beim Erinnern, Träume, plötzliche Bilder, Gerüche, Geräusche, usw.
  • Vermeidung – von Personen, Orten, Dingen, Situationen, die an das Ereignis erinnern, Probleme über bestimmte Erlebnisse zu sprechen, Rückzug von anderen Menschen, usw.
  • Erregung – Aggressionen, Ängstlichkeit, Nervosität, Konzentrationsprobleme, Schlafstörungen, usw.

 

Derartige Reaktionen sind nach so einem Ereignis normal. Es sind “normale Reaktionen auf ein nicht normales Erlebnis“, welche nach einiger Zeit und einer angemessenen Verarbeitung vergehen. Scheuen Sie sich nicht davor, ein strukturiertes, angeleitetes Gespräch über das Ereignis mit einer Fachperson zu führen, die Ihre individuellen Fragen beantworten kann. Durch ein Gespräch mit einem Experten können Sie Belastungsreaktionen besser abfangen und reduzieren.

Am Anfang werden Sie möglicherweise gefühlstaub sein und nicht oder nur schwer weinen können. Das liegt an dem Zustand des Schocks und der Betäubung der ersten Trauerphase. Das ist ein psychischer Schutz, der gerade am Beginn des Verarbeitungsprozesses sehr wichtig ist. Nach einigen Stunden oder Tagen legt sich diese Gefühlstaubheit für gewöhnlich und starke Gefühle können aufbrechen. Lassen Sie diese Gefühle immer dann zu, wenn Sie sie spüren.

 

Trauer muss gelebt werden: Weinen Sie, wenn Sie das Bedürfnis verspüren

 

Weitere Tipps für Sie:

  • Sie sollten versuchen, sich in der nächsten Zeit keinem zusätzlichen Stress aussetzen
     
  • Wenn Sie sonst auch Sport betreiben, körperlich aktiv sind oder sich mit Entspannungstechniken beschäftigt haben, so hilft Ihnen dies jetzt ganz besonders Stresshormone abzubauen
     
  • Versuchen Sie den normalen Alltag wieder herzustellen und all das zu machen, was sie auch vor dem Verlust gemacht haben
     
  • Vermehrter Alkoholkonsum löst Depressionen aus oder verstärkt die depressive Symptomatik. Trinken Sie nach Möglichkeit keinen Alkohol, zumindest aber achten Sie darauf, dass Sie nicht mehr trinken als gewöhnlich. Sollten Sie dabei Unterstützung benötigen, scheuen Sie sich nicht professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen
     
  • Wenn Sie das Gefühl haben, den Boden unter den Füßen zu verlieren und dass Ihr Leben sowie Ihre Reaktionen unkontrollierbar geworden sind, dann machen Sie sich einen Tagesplan, den Sie die nächsten zwei Wochen strikt einhalten. Sie werden bald bemerken, dass Sie durch die Strukturierung des Alltags wieder ruhiger werden und mehr Kontrolle über sich selbst bekommen
     
  • Meiden Sie keinesfalls Ihr soziales Netz (Freunde, Bekannte, usw.), auch wenn es momentan durch Fragen, Interesse, Mitleid, usw. möglicherweise belastend erscheint
     
  • Reden über das Vorgefallene hilft! Sprechen Sie mit Personen, denen Sie Vertrauen, über das Erlebnis, den Verlust und über dessen Bedeutung für Sie
     
  • Sollten Schuldgefühle auftreten, verwechseln Sie dies nicht mit Schuld. Man kann auch Schuldgefühle haben, ohne schuld zu sein. Trauernde haben nach einem Verlust fast immer das Gefühl, für die verstorbene Person zu wenig getan oder etwas nicht gesagt zu haben
     
  • Wenn Sie Schuldgefühle haben, weil Sie der Meinung sind, dass Sie den Todesfall hätten verhindern können, dann versuchen Sie sich klar zu werden, was Sie zum Zeitpunkt des Geschehens tatsächlich wussten und tun konnten. Bei Bedarf sollten Sie mit einer psychologischen Fachkraft darüber sprechen
     
  • Sollten Sie sich über längere Zeit durch Reaktionen (Schlafstörungen, Reizbarkeit, plötzliche Erinnerungen, usw.) in Ihrer Lebensqualität beeinträchtigt fühlen, scheuen Sie sich nicht Hilfe von unterschiedlichsten Stellen anzunehmen
     
  • Wenn die Schlafstörungen länger als 3 Wochen anhalten und nicht besser werden, dann suchen Sie eine psychiatrische Ambulanz oder einen niedergelassenen Psychiater auf. Der Facharzt wird Sie, nach einer genauen Untersuchung, mit einer individuellen Behandlung unterstützen

 

 

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